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05.02.2004
Bericht Alsfeld (D)
 
Tierschau, Auktion und Jungzüchter-Wettbewerb waren die Attraktionen auf dem Hessischen Fleischrindertag in Alsfeld am vergangenen Wochenende. Zuchtleiter Jost Grünhaupt, was aus Angus-Sicht besonders interessant war.

Tierschau

Aus der Kollektion der sehr ausgeglichenen Angus-Färsen wurde die enorm harmonische und gut bemuskelte Clio-Tochter Marietta der Zuchtstätte Henz, Moischt, zur Siegerin auserkoren. Den Reservesiegerpreis ging an die Ia-Preisträgerin der nächsten Kategorie mit der Gin-Tochter Mone, ausgestellt von Friedirch-Wilhelm Sippel, Helmscheid. Mit sehr viel Harmonie, Länge und Festigkeit ausgestattet, ging die Fax-Tochter Birkel aus der Zuchtstütte Artur Ruppel, Eschenrod, an der Spitze der Kuhklasse bei der Rasse Angus und erhielt den Siegertitel vor der sehr ausgeglichenen Pilot-Enkelin Nessy aus der Herde von Matthias Rohleder, Löhlbach. In der Konkurrenz der Angus-Bullen trafen bekannte und neue Namen aufeinander. Der Siegertitel ging an den erst dreijährigen und dabei schon enorm tiefen und einer hervorragenden Oberlinie versehenen Hubertus-Enkel Hauptmann, ausgestellt von Holm Becker aus Hommertshausen. Er erhielt den Vorzug vor dem von Dieter Hoffarth, Lohra, präsentierten Lupo, der in einer hervorragenden Verfassung in der Konkurrenz vorgestellt wurde.

Die Angus-Schaukollektion wurde zweifellos dadurch aufgewertet, dass auch dieses Jahr wieder mehrere Zuchtbetriebe erstmalig den Wettbewerb beschickten und damit die breite Basis der züchterischen Arbeit bei der Rasse in Hessen dokumentierten. Dieses gilt auch für die im Wettbewerb vertretenen Abstammungen, die sehr vielfältig waren, und für die kommenden zweifellos einige Perspektiven bieten. Das Engagement des Züchternachwuchses wurde anhand der Beteiligung beim Vorführwettbewerb für den Züchternachwuchs besonders deutlich, denn hier waren eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen aus Angus-Zuchtbetrieben mit ihren Jungrindern bzw. Jungbullen im Wettbewerb vertreten. Den Siegertitel in der jüngsten Kategorie holten sich dabei der erstmalig angetretene Christian Sippel aus Helmscheid.

Auktion

Nachdem im letzten Jahr das Angebot an Angusbullen etwas über dem Bedarf lag, war in diesem Jahr intensiv über den Umfang der Beschickung und die zu erwartende Nachfrage diskutiert worden. 22 Bullen wurden der Körkommission präsentiert und nach Abschluss dieser Selektion war deutlich, dass dieser Jahrgang qualitativ sicherlich den hohen Anforderungen, die an Angusbullen zu stellen sind, voll und ganz gerecht wurde. Bei beiden Farbrichtungen waren züchterisch hochinteressante und auch leistungsmäßig erstklassige Nachwuchsbullen in der Kollektion vertreten. Bei geräumten Markt wurde ein Durchschnittspreis von 2452 Euro erreicht; der Tageshöchstpreis lag bei 4300 Euro und lag somit an der Spitze der gesamten Auktion. Den Siegerbullen der Kollektion stellte die Zuchtstätte Ulrich Heinz, Wehrda, mit einem absoluten „Blickfang“ in schwarz. Der Cord-Sohn Carlos verfügte über excellente Typeigenschaften in Verbindung mit einem sehr sicheren Mutterstamm und wechselte in eine große Herde nach Rheinland-Pfalz. Danach folgten zwei rote Jungbullen aus der Zucht von Werner und Maria Klausmann, Abtsteinach, mit Game Black und Cord im Pedigrée auf die viele Interessenten gewartet hatten. Mit erstklassigem Exterieur und bester Bemuskelung ausgestattet, entsprachen sie voll und ganz den aktuellen Anforderungen des Marktes und es kam zu zwei langen Bieterduellen, die bekannte hessische Zuchtbetriebe für sich entscheiden konnten. Ein weiterer hochinteressanter Cord-Sohn mit besten Fleischansatz wurde von einem Zuchtbetrieb aus der Schweiz erworben, der damit auf sichere Genetik aus dem B-Stamm des Betriebes Ulrich Heinz, Wehrda, setzte. Die nächstfolgenden Bullen der Kollektion wurden von den Zuchtbetrieben Martin und Reiner Henz, Moischt, Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge, Artur Ruppel, Eschenrod, sowie Ulrich Heinz, Wehrda, präsentiert und gingen bei sehr guter Nachfrage sowohl in hessische Zuchtbetriebe als auch an Interessenten aus anderen Bundesländern. Von mehreren Bullen der Kollektion lagen Untersuchungsergebnisse auf die Veranlagung hinsichtlich der Marmorierung des Fleisches vor, die sicherlich in der Zukunft am Markt noch größere Bedeutung haben wird. Erfreulicherweise konnten auch dieses Jahr einige neue Gesichter in der Verkaufskollektion sehr gut mithalten, was ein Zeichen für die breite Basis der Anguszucht in Hessen ist. Das Gesamtangebot sprach qualitativ und quantitativ voll den Anforderungen des Marktes und sollte ein deutliches Hinweis für eine weitere intensive Selektion in den Herden sein.

Interessenten, die beim Fleischrindertag, nicht zum Zuge kommen konnten, sollten sich umgehend bei der ZBH unter (0 66 31) 7 84 11 melden, damit der vorhandene Bedarf nach Möglichkeit zeitnah abgedeckt werden kann.

Fotomaterial folgt!

Quelle:>br> HDLGN Kassel
Jost Grünhaupt


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