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20.01.2004
Marktbericht Herrenberg (D)
 
Gut 200 Besucher, darunter Gäste aus Spanien, Frankreich, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz säumten den Ring, als das Beiratsmitglied der Rinderunion Baden-Württemberg Friedrich Schumacher die Versteigerung der insgesamt 25 Bullen, 13 Angus, zehn Limousin und zwei Fleckvieh eröffnete. Die Anguszüchter waren zufrieden, wurden doch mit elf Jungbullen genau die Zahl verkauft, die in den Jahren 1997 bis 2002 im Durchschnitt auf dem Januarmarkt den Besitzer wechselten. Gegenüber 2003, dem mit sieben verkauften Bullen schwächsten Angusmarkt seit Jahren, fanden vier Bullen mehr und diese zu einem über 100 Euro höheren Preis einen Käufer.

Zwei der 13 Angusbullen waren rein auf Aberdeen Angus gezüchtet und als Bullen der Sektion „AA“ gekennzeichnet als solche versteigert. Beide stammten aus der Zucht von Friedrich und Peter Schumacher aus Heidelberg. Der vorn laufende “Gardens Prime Time“ (KB USA) -Sohn, ein mit viel Typ, einer guten Bemuskelung und einem korrekten Fundament ausgestatteter 14 Monate alter Bulle ging in einen Zuchtbetrieb auf die Schwäbische Alb. Der zweite, ein “Jim Boy “ (VV Bundessieger Joe) -Sohn, wurde nach Rheinland-Pfalz verkauft.

An der Spitze der vier in Klasse I eingestuften Angusbullen lief ein noch keine zwölf Monate alter in der roten Farbrichtung gezogener Sohn des Landessiegers “Red Schiwago“ (bitte klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Ansicht), ebenfalls aus der Zucht von Friedrich und Peter Schumacher. Dieser elegante, sehr typvolle und harmonische Jungbulle wog am Körtag bereits 525 Kilogramm, was sehr guten 1364 Gramm Tageszunahmen seit Geburt entspricht. Bemerkenswert auch die Abstammung mütterlicherseits: Sowohl Mutter “Ayleen“ als auch Großmutter “Ayla“ stehen mit einem Gesamtzuchtwert RZF von 106 beziehungsweise 103 an neunter und an 16. Stelle der aktuellen Zuchtwertliste „Topkühe Angus, Baden-Württemberg“. Dieser genetische äußerst interessante Bulle wechselte in einen renommierten Zuchtbetrieb nach Bayern. An zweiter Stelle folgte ein “Vornagel Panteon“ (VV Patchwork DK) -Sohn, gezüchtet von Hannes Fellmann aus Löwenstein und verkauft in einen Haltungsbetrieb zur Produktion von Weidejungrind in Direktvermarktung. Dieser äußerst korrekte, gut bemuskelte Jungbulle stammt mütterlicherseits aus einer außerordentlich fruchtbaren Kuhfamilie. Mutter wie Großmutter haben elf beziehungsweise 17 mal gekalbt und elf beziehungsweise 18 Kälber aufgezogen. Die weiteren Klasse I -Bullen, ein “Jim Boy “-Sohn und ein “Humbold“ - Sohn, stammten aus der Zucht Schumacher beziehungsweise der Zucht von Thomas Klenk aus Untergröningen.

Die nächste Fleischrinderversteigerung der RBW findet am Donnerstag, den 25. März 2004 im Rahmen der Fleckviehversteigerung wiederum in Herrenberg statt. Die Fleischrinderbullen werden je nach Auftrieb an Großtieren der Rasse Fleckvieh gegen 10.30 Uhr versteigert. Interessenten für Fleischrinder und Mutterkuhhaltung werden beraten in 71083 Herrenberg, Benzstraße 26, Telefon: 07032/5093 bzw. Fax: 07032/22152.

Quelle:
Rinderunion Baden-Württemberg
Eberhard Ostendorff, Zuchtleiter


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